Artenschutz kennt keine Grenzen
Noch bis zum 19. Dezember befindet sich im Artenschutzzentrum (TNA) des Tierparks eine gemeinsame Informationsausstellung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit dem Hauptzollamt München zum Thema Artenschutz, die täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr zu besichtigen ist.
Es ist seit Jahren anerkannt, dass der Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen neben der Zerstörung der Lebensräume einen enormen Anteil am Rückgang der Arten hat. Daran haben Touristen einen erheblichen Anteil. Allein in Deutschland werden pro Jahr ca. 1100 bis 1500 Fälle festgestellt, in denen illegal Exemplare von geschützten Tieren und Pflanzen eingeführt werden. In 80 – 85% der Fälle sind Touristen beteiligt.
Unbestritten die Nummer 1 in der Liste der beschlagnahmten Arten sind heute Korallen, gefolgt von Erzeugnissen aus Reptilienleder. Viele dieser Produkte werden ganz speziell für Touristen produziert. „Im Zweifelsfall lautet daher die Devise: Finger weg von eventuell geschützten Tieren, Pflanzen oder daraus hergestellten Exemplaren“, sagt Dr. Dietrich Jelden, Leiter der deutschen Vollzugsbehörde für das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) im Bundesamt für Naturschutz.
In der Ausstellung im Artenschutzzentrum (TNA) können sich die Besucher über die geltenden Regelungen informieren, um nicht am Ende ihres Urlaubs eine unangenehme Überraschung bei der Einreise zu erleben. Es wird aber nicht nur darum gehen, die Reisenden vor diesen Problemen zu bewahren, sondern sie für das Thema zu sensibilisieren. Neben Informationstafeln bieten vor allem Vitrinen dem Besucher die Möglichkeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Hier werden typische Exemplare präsentiert, die von Touristen mitgebracht und dann durch den Zoll beschlagnahmt wurden.

