Nachwuchs bei den Pelikanen und Steinböcken
Auf der geschützten Pelikaninsel kann man derzeit mit etwas Geduld beobachten, wie die Elterntiere abwechselnd zwei nackten Rosapelikan-Küken vier- bis fünfmal täglich Fischbrei in den Schnabel träufeln. Kaum zu fassen, mit welchem akrobatischen Geschick Pelikane dabei ihren Riesenschnabel gebrauchen, um vorverdauten Fisch an ihre Jungtiere zu verfüttern. Die Küken sind am 11. und 13. Mai nach 30-40 Tagen Brutzeit geschlüpft. Da Pelikane während der Brutzeit und Aufzucht sehr störanfällig sind, bietet der Pelikanweiher im Tierpark Hellabrunn mit seiner geschützten Lage beste Voraussetzungen für den Nachwuchs.
Der Rosapelikan, mit einer Flügelspannweite von bis zu 2 m einer der größten Wasservögel, steht unter Naturschutz und kommt in Europa nur noch in wenigen Brutkolonien im Donaudelta vor. Umso mehr freut sich der Tierpark, dass zwei Pärchen der Rosapelikane nachgezüchtet haben.
Bei einem Besuch der Pelikane kann auch das neue Pelikanhaus bestaunt werden. Am Rande des Pelikanweihers steht ihr neues Zuhause kurz vor der Fertigstellung. In der kalten Jahreszeit kann man zukünftig die Wasservögel durch die frontale Verglasung bestaunen.
Bei den Alpensteinböcken im Nachbargehege gibt es eine weitere Kinderstube, in der es sehr lebhaft zugeht.
Mehrere muntere Jungtiere der einst fast ausgestorbenen Ziegenart tollen im Freien mit ihren Müttern über die Felsen. Mittlerweile leben in den Alpen wieder über 20.000 Steinböcke, die teilweise aus Tierparks wiederausgewildert wurden – lebende Zeichen erfolgreicher Arterhaltung.



